Jesus von Nazareth und seine Wunder - lebte Jesus wirklich, oder nur in der Fantasie seiner Anhänger?

Wenn Gott eine Fiktion ist, macht auch der in der Bibel beschriebene Jesus keinen Sinn. Lebte dieser in der Bibel beschriebene Jesus wirklich und spielt es überhaupt eine Rolle? Warum? Ob es diesen Jesus wie im neuen Testament beschrieben je gab oder nicht, ist darum irrelevant, weil niemand weiss, was dieser Jesus je dachte oder sprach, ob er Wunden heilte oder Wunder vollbrachte.

Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.
Johann Wolfgang von Goethe

Jesus gilt allgemein als der Begründer des Christentums. Bevor wir uns intensiver mit Jesus befassen, doch noch eine etwas andere Sicht der Dinge. Nach der Bibel gilt eigentlich der Apostel Paulus als Gründer des Christentums. Auf die Idee, sich von den strengen Gesetzen Moses weiter abzusondern und eine eigene Glaubensgemeinschaft zu gründen, kamen einige Männer also erst Jahrzehnte nach Jesus Tod. Ein umtriebiger Rabbi namens Paulus, über den in unserer Bibel die Apostelgeschichte berichtet. Ein heiliggesprochenen Apostel, der aus seiner leib- und frauenfeindlichen Haltung kein Hehl machte. Der seine internen Wiederscher gerne auch mal mit Hunde oder Lügenbrüder betitelte. Er schaffte es, wie wir es später in unzähligen Passagen in der Heiligen Schrift finden, mit Drohungen: „wer euch ein anderes Evangelium verkündet, den trifft der Fluch Gottes“, seine Schäfchen zusammen zu halten. Von diesem Paulus (ehemals Saulus) stammen zudem dreizehn, bzw. vierzehn Briefe, (der Autor des Hebräerbriefes ist umstritten), die etwa ein Drittel des Neuen Testaments ausmachen. Als Saulus erfuhr er eines Tages auf dem Weg nach Damaskus seine Bekehrung. Ein Licht vom Himmel umstrahlte ihn, und die Stimme Jesus soll gesprochen haben (Apg 9,4): "Saul, Saul, was verfolgst du mich?"
Das allein reichte, um Saulus umgehend für den christlichen Glauben zu gewinnen. In der Apostelgeschichte wird dieses Ereignis gleich dreimal beschrieben. Und dreimal anders. Paulus selbst beteuert immer wieder, das Evangelium von keinem Menschen gehört zu haben, sondern er sei direkt vom Herrn berufen worden (Gal 1,12).
Paulus war also bei keinem der Jesusereignisse zugegen und hatte mit keinen glaubwürdigen Zeitzeugen gesprochen. Aus dem leidenschaftlichen Christenhasser Saulus wurde nach seiner Erleuchtung Paulus, der feurigste Verkünder des Evangeliums und Gründer von Christengemeinden. In Synagogen und auf Marktplätzen predigte er sein Christentum und überhöhte nach und nach die Weltuntergangslehre Jesu zu einem geheimnisvollen Erlöserkult.
In 30 Jahren soll Paulus 20.000 Meilen zurückgelegt haben. Er sprach und lehrte überall und hielt den ständigen Kontakt zwischen den Gemeinden aufrecht. In der Theologie herrscht weitgehende Einigkeit darüber, dass Paulus der eigentliche Religionsgründer war. Der Bibelkundler Hyam Maccoby hält in seinem  Buch "Paulus, nicht Jesus" für "den Stifter des Christentums als einer neuen Religion, die sich vom normalen Judaismus fortentwickelte." Das würde bedeuten, dass Paulus der erste Christ war, während alle anderen vor ihm jüdische Sektierer gewesen waren. Dennoch bleibt ein großes Fragezeichen. Warum hat ausserhalb der religiösen Welt niemand Notiz von dieser angeblich überragenden Persönlichkeit und ihrer Taten genommen? Keinem römischen oder griechischen Chronisten ist Paulus’ Existenz eine Silbe wert gewesen, trotz dessen angeblich umfangreichen Reisetätigkeiten. Man hält ihn heute dennoch für eine historische Person, obwohl die einzigen Quellen die Apostelgeschichte und Paulus eigene, oft widersprüchliche Briefe sind. Selbst die katholische Theologie hält einige davon für Fälschungen, zum Beispiel den Hebräerbrief, die Briefe an Timotheus und den Brief an Titus. So sind Thesen über einen nicht existierenden Paulus, wie sie zum Beispiel der evangelische Pfarrer Hermann Detering in seinem Buch "Der gefälschte Paulus" veröffentlicht, nicht von der Hand zu weisen. Detering mutmasst, dass die Paulusbriefe viel später und von ganz anderen Männern geschrieben sein könnten und dass die Apostelgeschichte erst
im 2. Jahrhundert verfasst wurde.
Wer vor Paulus Gott nicht anerkennen wollte, dem offenbarte er sich als unerbittlicher Dogmatiker (1. Kor 16,22):
"Wenn jemand den Herrn nicht lieb hat, der sei verflucht." Ein paar Zeilen später konnte er im gleichen Brief wie ein alle Menschen liebender Engel weiterschreiben (1. Kor 16, 24): "Meine Liebe ist mit euch allen in Christus Jesus." Paulus schloss auch Gewalt als Mittel zur Durchsetzung religiöser Ziele nicht aus (Hebräer 9,22): "Ohne Blutvergiessen geschieht keine Vergebung."

Für den deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche war Paulus zwar ebenfalls der "Erfinder der Christenheit", aber er unterstellte ihm: "Er erfand sich eine Geschichte des ersten Christentums. Mehr noch: er fälschte die Geschichte Israels nochmals um, um als Vorgeschichte für seine Tat zu gelten. Sein Bedürfnis war die Macht."

Paulus Briefe liegen zeitlich näher an der Jesus-Geschichte als die Evangelien. Man sollte also meinen, von Paulus endlich verlässlich darüber informiert zu werden, was damals wirklich vorgefallen war. Leider hoffen wir vergebens, denn wichtige Ereignisse aus den Evangelien werden bei ihm nicht einmal erwähnt. Kein Wort erfahren wir über den angeblichen Verrat von Judas, über Mutter Maria, die Frauen vor dem leeren Grab und andere für Christen bedeutsame Begebenheiten. Paulus kümmerte sich nämlich in geradezu verdächtiger Weise nicht um den biografischen Jesus. An keiner Stelle berichtete er verbindlich über ihn oder dessen Zeitgenossen und Wegbegleiter. Weder nannte er Fakten und Daten, noch interessierte er sich für dessen Lebenslauf. Geschah dies, weil auch er nur eine Phantasieblase ist, einfach nur eine fiktive Figur mehr? Paulus brachte als erster die Askese ins Christentum. Er hielt den Leib für den Sitz der Sünde und liess wenig Gutes an ihm (1. Kor 9,27):
"Ich bezwinge meinen Leib und zähme ihn, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde."

Sein Hass auf Körper und Sinnlichkeit drang tief in seine Schriften ein. Materiellem Besitz hingegen war er nicht abgeneigt. Jedenfalls sah er das Thema Armut und Reichtum anders, als es sein Jesus getan hatte. So beschrieben würde er heute gut in den Vatikan passen. Zwar schimpfte er gern über die Geldgier der anderen, war aber selber der Ansicht

2. Thess 3,10):
"Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen."

Zum Christentum wird man nicht geboren, man muss dazu nur krank genug sein.
Friedrich Nietzsche

Nun wollen wir uns uneingeschränkt Jesus zuwenden

Lesen wir im 1. Korinther Vers 15: Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt. Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden. Also sind auch die, welche in Christus entschlafen sind, verloren gegangen. Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus gehofft haben, so sind wir die elendesten von allen Menschen.

Die historische Forschung ist sich weitgehend einig, dass der Jesus, wie ihn die Kirchen verkünden und wie er teilweise schon in der Bibel verkündet wird, so niemals existiert hat. Dennoch wird sein Bild, sein Tun, als Zerrbild von einer zur nächsten Generation weitergereicht, von – oder mit
stillschweigender Billigung der Theologen. Gerade die Theologen müssten es besser wissen, wenn sie sich auf Jesus berufen, als der Retter, als Heilsbringer, der nur Gutes tut, dann tun sie es wider besseres Wissen. Die christlichen Kirchen berufen sich auf Jesus als Gründer des christlichen Glaubens.
Aber wer war Jesus und was hat er gewollt?
Vieles was Jesus verkündet und gelehrt haben soll, ist skandalös, und es fehlt auch die Einheitlichkeit. Die Ambivalenz ist dermassen gross, sie könnte kaum grösser sein. Zum einen, ein Jesus der aufruft zu vergeben, zu lieben und Gnade walten zu lassen. Auf der anderen Seite, ein Jesus, der unablässig droht, verdammt, die Sünder in die Hölle werfen will und ihnen mit ewiger Verdammnis droht. Auch hier einmal mehr die fehlende Redlichkeit vieler Gläubigen, im Vordergrund ist immer nur der gütige, der verzeihende Jesus, der andere Jesus wird unter den Teppich gekehrt, der strafende Jesus wird ausgeblendet. Geschwärmt wird nur mit seiner nicht enden wollenden Menschenliebe, Sie halten ihn hoch, verehren ihn wie ein Idol. Warum werden Verse wie das von

Matthäus Kapitel 24,44 nicht erzählt?
Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint. Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe? Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. Wenn aber jener als ein böser Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr kommt noch lange nicht, und fängt an, seine Mitknechte zu schlagen, isst und trinkt mit den Betrunkenen: dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er's nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und er wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm sein Teil geben bei den Heuchlern; und da wird Heulen und Zähneklappern sein.

Menschen zu bestrafen, sie in das Feuer der Hölle zu werfen, sich daran zu ergötzen, dass sie heulen und mit den Zähnen klappern, davon scheint Jesus besessen gewesen zu sein. Die Erdenvertreter eifern ihm nach, hier ein Beispiel von einer Aussage die Ratzinger als Benedikt der XVI machte:
Jesus ist gekommen, um uns zu sagen, dass er uns alle im Paradies haben will und dass die Hölle, von der man in unserer Zeit so wenig spricht, existiert und ewig ist für jene, die ihre Augen vor seiner Liebe verschliessen.

Es ist anzunehmen, dass Ratzinger die Hölle nicht mehr als ein Ort leiblicher Qualen versteht, nur, ein rechter Teil seiner Schäfchen betrachten und glauben immer noch an die Hölle, mit Fegefeuer und unendlichen körperlichen Qualen. Sie werden furchtsam darauf schauen, alles richtig zu machen, um ja nicht in der Hölle zu landen. Da sind sicher nicht wenige, die sich bei Ratzingers Worte schaudernd die Decke über die Ohren ziehen und schon die züngelnden Flammen des Höllenfeuers fühlen. Liebeserklärung eines liebenden und barmherzigen Jesus stelle ich mir anders vor. Mit solchen Stellvertretern Gottes auf Erden haben die Gläubigen nicht viel zu lachen. Stell dir vor, ein Gott wird geboren und keiner schaut hin. Gottes Geburt in der Person Jesus wurde erst rund hundert Jahre nach seiner angeblichen Geburt zur Kenntnis genommen. Ausserbiblische Quellen sucht man vergebens. Ist es möglich, dass die Besatzer, die Römer, einfach Besseres zu tun hatten als über die Geburt eines Juden namens Jesus zu berichten. Spannend auch, wie Jesus gelebt haben soll, geboren und aufgewachsen wie all die anderen Kinder, dies ist so anzunehmen, weil er bis etwa zu seinem 28. Geburtstag nicht in Erscheinung tritt. Er soll wie sein Vater, Schreiner oder Zimmermann gewesen sein, die einen sind der Meinung, er sei, wie alle damals, natürlich auch verheiratet gewesen. Erst mit etwa 28, andere Quellen sprechen von 30 Jahren, trat er in Erscheinung als Prediger und Heiler. Seine Predigertätigkeit erstreckte sich somit nur auf ein bis Maximum drei Jahre. Ebenfalls je nach Quelle, wirkte er vornehmlich in Galiläa oder in Jerusalem. Sie sehen, auch die Bibelforscher wissen so gut wie gar nichts über diesen angeblichen Gottessohn.

Wenn die historisch-kritische Forschung mit der ihr eigenen an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit den Nachweis erbrächte, dass Jesus von Nazareth nicht gelebt hat, dann habe ich mich in Verdacht, dass ich trotzdem nicht von ihm lassen würde.
Heinz Zahrnt evangelischer Theologe

War diese Geburt genau so eine Fiktion wie das Meiste im neuen Testament? Oder die Geburt eines normalen Kindes, das sich als Erwachsener mit Predigten, Heilslehren und als Heiler durchzuschlagen versuchte, wie es damals eine Vielzahl gab, man ist versucht zu sagen: wie heute. Die gebildeten Römer hatten keine Freude, ob der vielen Predigern und Schwätzern, wie würde es uns gehen, wenn wir an jeder Ecke von einem Heilsbringer zugetextet würden? Mir persönlich genügen schon die Zeugen Jehovas und Evangelikale, die am Samstag in den Innenstädten versuchen, Wachtturm oder Bibelschriften unter die Leute zu bringen. Der römische Historiker Tacitus kommt im Jahr 117 auf die Christen zu sprechen.
Er bezeichnet sie als Anhänger eines verderblichen Aberglaubens, die inzwischen auch den Weg nach Rom gefunden hätten, schliesslich führten schon damals alle Wege nach Rom. Er reklamierte, dass alle Abscheulichkeiten der Welt den Weg nach Rom finden würden. Jesus erwähnte er nur als einen weiteren hingerichteten Verbrecher, der unter Pilatus seiner gerechten Strafe zugeführt worden sei. Meinte er den Jesus, der später zur Führerfigur der Christen wurde, oder war es ein ganz anderer? Wir wissen es nicht! Auch Sueton (70 bis 122) erwähnte die Christen nicht gerade schmeichelhaft.

Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.
Jesus im Matthäusevangelium

Diese Christen seien ein neuer und gefährlicher Aberglaube, er bezeichnete sie als verbrecherische Sekte, deren Anstifter schon hingerichtet worden sei. Außerhalb der christlichen „Belege“ finden sich antike Quellen zu Jesus von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_von_Nazaret"Nazareth ansatzweise im 1. und 2. Jahrhundert. Sie erwähnen Jesus und/oder seine Anhänger beiläufig und mit verschiedenen Haltungen, die von Sympathie und neutraler Distanz bis zu Ablehnung und Verachtung reichen. Die historische Jesusforschung zieht sie heran, um die Quellen des Urchristentums kritisch zu prüfen. Ihre Relevanz ist umstritten: Einige wurden oft als ausserchristliche Belege für die Existenz Jesu gewertet, bei anderen ist unsicher, ob sie sich auf diesen Jesus von Nazareth beziehen, ob sie von den angegebenen Autoren stammen und ob diese eigene Nachforschungen anstellten, oder ob sie sich an urchristlichen Überlieferungen orientierten. Zumindest geben diese Erwähnungen Aufschluss über die Wahrnehmung der urchristlichen Überlieferung in der damaligen nichtchristlichen Geschichtsschreibung. Und die jüdische Geschichtsschreibung war zurzeit, in der Jesu hätte gelebt haben müssen, bereits recht ausgeprägt.

Glaube ist etwas erstrebenswertes, jedoch mit einem funktionierenden Gehirn oft nur schwer durchzuhalten.
Dieter Nuhr, deutscher Kabarettist

PhiloHYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Philo_von_Alexandria" von Alexandria beschrieb die verschiedenen jüdischen Gruppen im Palästina des 1. Jahrhunderts; Justus von HYPERLINK
http://de.wikipedia.org/wiki/Justus_von_Tiberias
Tiberias aus Galiläa war Chronist der jüdischen Königsgeschichte bis zu Herodes Agrippa II. Sein Werk ist jedoch nur noch aus einer Notiz aus dem 9. Jahrhundert bekannt. Weder diese, noch die überlieferten Schriften Philos erwähnen Jesus. Auch das in Rom um 75–79 verfasste Hauptwerk des bedeutendsten jüdischen Historikers Flavius Josephus mit seinem Werk Bellum Judaicum, das der Entlastung des im jüdischen Aufstand unterlegenen Judentums auf Kosten der Zeloten diente und die Geschichte des jüdischen Krieges aufarbeitete, erwähnt Jesus nicht. Dies ist umso erstaunlicher, weil
Josephus, sehr detailliert über die Jüdische Geschichte schreibt und dabei auch über die religiösen Gruppen sehr ausführlich berichtet. So über die Sekte der Essener, die war doch ähnlich strukturiert, wie man uns später weismachen wollte, so gab es vergleichbar wie bei Jesus, einen engeren Kreis von 12 Männern um den Leiter der Gemeinde, eben dem "Lehrer der Gerechtigkeit". Die Anhänger lebten nach dem Gebot "bete und arbeite" in Gütergemeinschaft und legten Wert darauf, ihre Sinne zu "disziplinieren", d. h. entsprechend diszipliniert und asketisch zu leben. Angesichts des zu erwarteten Messias und seines herbei gesehnten "Friedensreiches" verkündeten sie eindringlich die "Buße", also eine Umkehr bzw. eine Notwendigkeit der Vergebung und Erneuerung des Lebens. Da hätte doch auch die Geschichte über Jesus sehr gut dazu gepasst, warum kommt Jesus nicht einmal ansatzweise vor? Im Gegensatz zu Johannes dem Täufer, sein Schicksal beschrieb er recht ausführlich, über Jesus nichts. Nach christlicher Überlieferung war er doch der Vorläufer Jesus. Der Schluss liegt nahe: entweder Jesus gab es nicht, oder er war dermassen unbedeutend, dass seine Erwähnung nicht lohnte. Nun werden seine Anhänger aufbegehren, das stimmt doch nicht, sehr wohl habe Josephus Jesus erwähnt, wenn auch nur indirekt. Denn in den Jahren 93-94, also rund 17 Jahre nach der Beschreibung des jüdischen Krieges, schrieb Josephus über die jüdischen Altertümer, hier kommt es zu einer indirekten Erwähnung, wenn auch ohne den Namen Jesus, als er über die Steinigung des Jakobus, des angenommenen leiblichen Bruders von Jesus, schrieb, (ob leiblicher Bruder oder naher Verwandter gemeint ist, wurde in der Exegese lange diskutiert und ist nicht schlüssig geklärt).

Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt sein.
Jesus im Markusevangelium

Geschrieben immerhin 60 Jahre nach der angeblichen Hinrichtung von Jesus. Jakobus der Gerechte (in der Exegese auch als „Herrenbruder Jakobus“ bezeichnet), war als „Bruder des Herrn (Jesus)“ eine zentrale Gestalt der Jerusalemer Urgemeinde. Vermutlich im Jahr 62 n. Chr. berief der sadduzäische Hohepriester Hannas II. das Synhedrium ein, um laut Flavius Josephus, Jakobus und einige andere der Gesetzesübertretung anzuklagen und zur Steinigung zu verurteilen. Das Urteil wurde vollstreckt, obwohl die Pharisäer im Rat protestierten und schliesslich auch beim römischen Statthalter Albinus die Absetzung Hannas erreichten. Über all dies hat Josephus geschrieben und dabei Jesus nie erwähnt - die Passagen in der er über Jesus schrieb entpuppten sich allsbald als Fälschungen. Dies kann kaum ein Zufall sein. Noch erstaunlicher, dass Jesus auch in den Schriften des Justus keine Erwähnung fand. Justus von Tiberias war ein antiker jüdischer Geschichtsschreiber. Er lebte in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts und stammte aus TiberiaHYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Tiberias"s bei Kafarnaum. Also wirkte er wie Jesus in Galiläa, und Tibereias war der Lieblingsort von Jesus. Und da soll auch Justus Jesus nicht gekannt haben? Es gibt weitere Schreiber aus dieser Zeit, wie etwa der Philosoph Philo. Keiner der Schreiber erwähnte Jesus in irgendeiner Art. Eines muss klar sein: Zeitzeugen oder von Jesus Niedergeschriebenes gibt es nicht. Es gab keine Zeitzeugen, die ihm zuhören und es aufschreiben konnten, keine die seine Wunder miterlebten und aufschrieben, keine die vor Ort seine Heilungen dokumentiert hätten, denn die ersten niedergeschriebenen Sätze des neuen Testamentes begannen, wie schon erwähnt, frühestens einige Jahrzehnte nach seinem angenommen Tod. Wer weiss verbindlich, was nach Generationen aus reinen Erzählungen noch Wahrheit ist? Oder wisst ihr, was euer Ur-Urgrossvater erlebt und erzählt hat, wenn er es nicht in irgendeiner Form zu Papier gebracht hat. Von diesem beschriebenen Jesus gibt es keinen Satz, kein Wort, kein Buchstabe, den er selber geschrieben und der Nachwelt hinterlassen hätte. Somit können und müssen wir davon ausgehen, dass all seine Geschichten und Taten reine Fantasiegeschichten sind. Jesus also nur ein Phantasieprodukt? Ist es möglich, dass die Schreiber des neuen Testaments eine Führerfigur erfinden mussten, um all ihre Wünsche und  Vorstellungen in eine Leaderfigur verpacken zu können? Eine Figur, in die sie alle ihre gewünschten Wundertaten, herbeigesehnten Heilungen, und metaphysischen Gedanken projizieren konnten. Eine Figur, die anzubeten sich lohnt, die so verehrt werden konnte, dass die Menschen sogar bereit waren, für ihn in den Tod zu gehen. Wenn wir in die Geschichte der letzten zweitausend Jahre zurückschauen, muss es so sein. Dazu kommt: das Neue Testament liegt uns in griechischer Sprache vor, Jesus aber sprach aramäisch. Somit kommt zu der Zeitbrücke zwischen Tod und ersten geschriebenen Zeilen noch die Unzulänglichkeit einer Übersetzung dazu. Ebenso gibt es keinen Urtext, sondern nur Abschriften von Abschriften. Die überlieferten Texte haben Zigtausende von Textvarianten. Von Jesus selber gab es nie nur ein einziges geschriebenes Wort. Alle neutestamentlichen Schriften sind keine historischen Berichte, sondern Glaubensbezeugnisse.

Dass Glaube etwas anderes als Aberglaube sei, ist unter allem Aberglauben der grösste.
Karlheinz Deschner deutscher Schriftsteller

Erstaunlicherweise findet Jesus wirkliche Erwähnung im erst Jahre 93, also lange Jahrzehnte nach seinem Tod. Es wird behauptet, dass im Thomasevangelium, das erst 1945 entdeckt wurde, einige echte Worte, wenn auch unspektakuläre, von Jesus enthalten seien. Deren Historizität darf ebenfalls sehr bezweifelt werden. Von Paulus, wurde und wird oft nachgesagt, seine Paulusbriefe enthielt einige Fakten über Jesus, auch dieses hält einer näheren Betrachtung nicht stand, kam er doch erstmalig im Jahre 35 nach Jerusalem, also erst etwa fünf Jahre nach Jesus Tod. Neutestamentler beanstanden, dass Paulus sich zu wenig um die Geschichte Jesus gekümmert habe. Hätte er es getan, wüssten wir heute mehr über diesen Jesus. Hätte, würde sind Worte, die nichts bringen, weil sie nichts ändern können und noch weniger zur einer Klärung beitragen. Hauptquellen bleiben die drei Evangelien, Matthäus, Markus und Lukas. Diese drei waren auf Grund der zeitlichen Nähe am nächsten des Geschehens. Forscher
behaupten, Markus sei das älteste aller Evangelien. Es wurde im Jahr 70 verfasst, nicht weniger als rund 40 Jahre nach Jesus Tod. Wie authentisch ist also eine Geschichte, die nach gut zwei Generationen erzählt wird? Wie kommen die Geschichten an, wenn der Empfänger einen neuen Messias entdecken will? Es kommt dazu, dass die Geschichten anonym überliefert wurden. Die Namen der Evangelisten Markus, Matthäus, Lukas und Johannes sind rein legendarisch, das heisst, die vier Evangelisten sind fiktive Gestalten. Keiner der verfassten Texte enthält einen Verfassernamen. Die Namensgebung erfolgte erst Ende des zweiten Jahrhunderts. Es ist demnach davon auszugehen, dass dies geschah, um deren Glaubwürdigkeit zu erhöhen, denn anonyme Texte hätten kaum eine längere Zeit überstehen können. Es bleibt eine Tatsache, alles was wir über Jesus wissen, ist durch Erzählungen überliefert, durch Phantasie und Dichtung ergänzt und ausgebaut. Es gibt keine Augenzeugen, keine direkte Überlieferungen, und alles was über Jesus geschrieben steht, hat eine lange mündliche Tradition und entstand Jahrzehnte später.

Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt sein.
Jesus im Markus-Evangelium

Wäre Theologie eine seriöse Wissenschaft und wären deren Berichterstatter ehrliche, seriöse Menschen, gäbe es die Geschichten über Jesus nicht und kein Theologe würde uns diese Verse von der Kanzel herunter um die Ohren hauen. Ein Theologe, der nicht weiss, dass die Geschichten nur Phantasie sind, -- die neutestamentarische Forschung belegt dies in aller Deutlichkeit, -- der muss sein Theologiestudium im Schlaf absolviert haben. Da waren die Apostel offensichtlich um einiges ehrlicher, lesen wir doch von Paulus im:

Römer Kapitel 3, Vers 7;
Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lüge überreich geworden ist zu seiner Herrlichkeit, warum werde ich als Sünder gerichtet? Und <sollen wir es> etwa <so machen>, wie wir verlästert werden und wie einige sagen, dass wir sprechen: Lasst uns das Böse tun, damit das Gute komme? Deren Gericht ist gerecht.

Eine Wahrheit, die durch eine Lüge entsteht, muss eine seltsame Wahrheit sein. Natürlich können sich die Vertreter Gottes, ein wenig zu recht, auf den Standpunkt stellen, wenn sie, die Gläubigen, sowieso nur am Ziel interessiert sind, warum sollen wir euch eine Wahrheit verkünden, die niemals zu eurem gewünschten Ziel führt. So beschreibt auch Karlheinz Deschner in seinem Buch „Abermals krähte der Hahn“
den Patron der Prediger zur Zeit der Antike, den hochangesehenen Kirchenlehrer Johannes Chrysostomos, der sich offen zur Lüge bekannte, wenn es um das Seelenheil ging. Ebenso bestand der hochangesehene Kirchenvater Origenes darauf, dass Lüge und Betrug sehr wohl eingesetzt werden dürfen, wenn es der Heilung und der Verkündung dient. Warum also sollen die Kirchenvertreter von heute sich um Wahrheit kümmern, wenn schon in den Evangelien Pseudo-Epigraphen, also Fälscher, allenthalben am Werk waren und mit gefälschten Namen die geschriebenen Texte versahen. So beispielsweise bei den Paulusbriefen, der zweite Brief an die Thessalonicher, der Epheser- und Kolosserbrief. Auch an unzähligen anderen Stellen waren unbekannte Verfasser am Werk, die unter falschem Namen ihre Geschichten in den Evangelien haben wollten. Die Kirchenväter verkünden uns die reine Lehre aus den heiligen Schriften, diese Reinheit ist höchstens mit der von Jauche zu vergleichen. Wir reden ja nicht von zwei, drei Fälschungen, wir reden von hunderten kleineren und grösseren. Hier ist die Rede von Fälschungen an geschriebenen Texten. Können wir uns vorstellen, wie seriös die mündlichen Überlieferungen waren und wie sich die Geschichten von Erzählung zu Erzählung veränderten, abenteuerlicher und phantasievoller wurden. Wie weit die Dichtungen Einzug gehalten haben, ist auch an Texten ersichtlich, die  viel später Eingang in die Evangelien fanden, obwohl ihre Aussage so stark waren, dass, wenn Jesus sie ausgesprochen hätte, diese viel früher niedergeschrieben worden wären.

Lassen sie mich nur ein Beispiel aus dem:

Johannes Kapitel 11 Vers 25 nennen:
Ich bin die Auferstehung und das Leben.

Dieser Satz fand erst im Jahre einhundert den Weg ins Johannesevangelium. Selbst bedeutende Neutestamentler wie Rudolf Bultmann, geben unumwunden zu, dass besonders das Johannesevangelium eine reine Fälschung und frei erfunden sei. Nur das Johannesevangelium? Also: Der Glaube an Jesus ist kein historisches Zeugnis, sondern ein Zeugnis des Glaubens. Auch der grosse Theologe und Lambarene Arzt Albert Schweizer, Forscher der Leben-Jesu-Forschung von 1913 beschreibt, dass seine Forschungen, wie auch
das Forschen vieler Theologen den historischen Jesus zu finden und zu belegen am Ende ein klägliches Scheitern war. Dass sich Neutestamentler in den 1960er-Jahren erneut ans Werk machten, geschah meines Erachtens aus lauter Verzweiflung, weil viele Gläubige eine Antwort erwarteten. Vielleicht auch aus der Hoffnung heraus, dass vielleicht im Gegensatz zu früheren Bemühungen noch neue Fakten gefunden werden könnten. So bemühen sie sich auch zuweilen, echte Worte Jesus, die auf Grund von historischen Begebenheiten sehr wohl so hätten gesprochen werden können, als belegt, zu verkünden. Wer forscht, muss irgendwann ja auch einen Erfolg ausweisen können, so frei nach dem Motto, wenn die Wahrheit nicht zu mir kommt, mache ich sie selber. So belegen sie Einiges mit neuen Untersuchungsmethoden und verbesserter Textkritik. So kommen sie zum Schluss, dass Jesus vermutlich im Jahre 4 v. u. Zeitrechnung in Galiläa geboren sei. Dieses Geburtsjahr ist ein Versuch, ihn noch zur Zeit König Herodes dem Grossen auf die Welt kommen zu lassen. Des Herodes, der nach der Bibel alle Neugeborenen töten lies. Allerdings ist auch diese Geschichte längst als  Fabel enttarnt. Jesus leitet sich von Jehoshua ab und bedeutet Jahwe hilft. Gottes Hilfe als Name ist nicht besonders Exotisch. Wenn wir in die Zeit der Helvetik zurückschauen, begegnet uns ja auch der Name Gotthelf. Jesus Muttersprache wäre demnach das galiläische Aramäisch gewesen. Als Herkunftsort wird Nazareth in Galiläa angenommen. Nun wird es interessant: weil dieser Ort damals von völliger Bedeutungslosigkeit war, gilt dies als ein Wahrheitsbeweis für die Existenz Jesu. Begründung: hätte man ihn nur erfunden, hätte man sicher einen geschichtsträchtigeren Ort als Geburtsort ausgelesen. Die beiden Matthäus und Lukas lassen Jesus jedoch in Bethlehem auf die Welt kommen. Bethlehem, die Stadt Davids, ein Messias musste aus diesem edlen Geschlecht entstammen. Damit bekommen sie allerdings ein Durcheinander mit der Weihnachtsgeschichte und dem Stammbaum. Einfacher nachgefragt: wer war nun der Vater Jesu, Gott oder ein Davidianer?
Heute wird allerdings eher angenommen, dass Jesus aus einer unbedeutenden Familie stammte und erst nach seinem Tod von den Davidianern adoptiert wurde,  später kam die Vaterschaft des Heiligen Geistes noch dazu. Alles verstanden? Wenn nicht, hilft vielleicht die Erklärung der katholischen Kirche, die die Herkunft Marias zu den Davidianern erklärte. Da die katholische Kirche davon ausgehen kann, dass ihre Anhänger kaum mit den Gepflogenheiten der Juden vertraut sein dürften, ist dieser Spagat nicht weiter problematisch. Weil, wenn sie die Gepflogenheiten kennen würden, müsste ihnen klar sein, dass nach jüdischem Recht, die Herkunft der Mutter über die Herkunft des Kindes bestimmt wird und nicht die des Vaters. Diese ganze Geschichte über Jesu Geburt, bis und mit seinem Tod, ist nicht historisch zu belegen, es ist
jedermann letztendlich freigestellt, es zu glauben oder darüber den Kopf zu schütteln. Erstaunlich ist, dass sich kein Historiker findet, der die Historizität dieses Jesus anzweifelt. Wie kann das sein, ist doch hinlänglich bekannt, dass keine ausser biblischen Quellen zur Verfügung stehen, die die Existenz dieses Jesus von Nazareth belegen würden. Ist es möglich, dass
etwas, an das so viel Menschen aus tiefstem Herzen glauben, einfach aus diesem Grunde zur Wahrheit erhoben wurde?
Seine Existenz wissenschaftlich zu leugnen, käme das seiner Ermordung gleich? Seiner Ermordung in Millionen von Herzen auf der ganzen Welt. Eine Katastrophe für all diejenigen, die sich mit ihrem Leben seinem Leben verschrieben haben, sei es durch Zölibat, Klosterdasein, Verzicht in ganz vielen Lebensbereichen insbesondere auch der Sexualität? Generationen die sich für diesen Jesus engagiert und aufgeopfert haben und immer noch aufopfern. Würde damit vielen Menschen der Sinn ihres Lebens entzogen, obwohl der Sinn ein ganz anderer ist? Hat die Wissenschaft nicht den Anspruch, der Wahrheit verpflichtet zu sein, soweit sie diese erkennen kann? Hat sie nicht die Pflicht, nach bestem Wissen und Gewissen zu berichten? Oder ist es eine pragmatische Sicht des Ganzen, da eine Nichtexistenz nie bewiesen werden kann, weder die von Gott noch die des Spaghettimonsters? Brauchen wir hier überhaupt eine sich nur wage äussernde Wissenschaft, genügt nicht der gesunde Menschenverstand? Ja ich weiss „der gesunde Menschenverstand“. Wer behauptet, die Bibel sei ein historisches Werk, macht dies, wider besseres Wissen.
Versuchen wir es mit einem gewissen Abstand in aller Ruhe und Sachlichkeit zu betrachten. Ein zum Menschen gewordener Gottessohn wird durch eine Jungfrau geboren. Seine Aufgabe ist es, die Erbsünde aller Menschen auf sich zu vereinen und mit seinem Opfertod die Menschen von all diesen ihren Sünden zu befreien. Einer Sünde Notabene, die als Konstrukt eines allmächtigen, geschaffenen, aber dann auf unerklärliche, seltsame Weise der Sünde verfallenden nun auf Jesus angewiesen sind, die Welt zu befreien. Das Ganze in der Gestalt einer sadistischen Hinrichtungsart, nämlich der Kreuzigung. Warum musste der Allmächtige, diese armen Menschenkinder denn überhaupt und unentwegt sündigen lassen? Sündigte der Mensch nach der Kreuzigung weniger, oder wie abstrus muss man diese ganze Geschichte verstehen? Die Sünde genommen, Notabene, Generationen übergreifend, in die Vergangenheit und in die Zukunft. Kollektiv für alle. Hier stellt sich die Frage, was für Sünden muss ein Mensch begehen, damit er in den Genuss dieser kollektiven Übernahme seiner begangenen, oder nicht begangenen Sünden wird? Sind da die Sünden eines Stalin, Hitler und all den jemals gelebten Massenmördern, die die Menschheitsgeschichte schon hervorgebracht hat, sind die alle damit getilgt ohne Unterschied der Person und der Tat? Sind diese dann von all ihren Sünden befreit? Oder gilt diese Sündenübername nur für Banalitäten, wie aus Neugierde am Baum der Erkenntnis naschen? Sich selber zu befriedigen? Oder als verheiratete Person einer anderen nach zu schauen? Gläubige werden aufschreien: was schreibt der für einen Unsinn! Es ist doch wohl klar was gemeint ist. Ich muss gestehen: ich weiss nicht, was gemeint ist. Was soll das für ein Gott sein, der sich als sein Sohn gebären lässt, um ihn dann am Kreuz zu opfern und wieder auferstehen zu lassen, um so die Schuld der Menschen zu tilgen?  Ist das nicht verworren? Wäre das nicht auch anders und einfacher möglich? Diese abartigen Geschichten wurden ja nicht von Glaubensfeinden erfunden, sie stehen so geschrieben in den heiligen Büchern. Dennoch hat es der Reputation dieser Schrift keinen Abbruch getan, über zwanzig Millionen Bibeln gehen Jahr für Jahr über die Ladentheken.
Wie hat schon Wilhelm Busch gesagt:
Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt, kriegt nichtchristliche Antworten.

Es kommt mir vor wie ein Vater, der sein Kind in den reissenden Fluss stösst, um hinterher zu springen, um es retten.
Betrachten wir noch die jungfräuliche Geburt. Ein Schelm wer da Böses denkt. Aber in einer Zeit, in der ausserehelicher Sex mit Steinigung bestraft wurde, konnte eine solch göttliche Schwangerschaft schon einiges an Unbill abwenden. Oder war es letztendlich nur ein profaner Übersetzungsfehler? So ist die hebräische Übersetzung mit dem Wort „Alma“ aus dem griechischen Wort „Parthenos“ die eine Jungfrau beschreibt, keineswegs eine Jungfrau in unserem Sinn gemeint, sondern lediglich eine junge Frau. Ebenfalls ein Grund könnte sein: Die Geburt eines Messias konnte doch nicht auf Grund eines Geschlechtsaktes mit einem normalen Mann, mit der Einführung des Penis in die Scheide erfolgen. Dies wäre nun wirklich eines Gottessohns unwürdig. Zu seiner Geburt durch die Jungfrau Maria gibt es folgendes zu bedenken: was Lukas und Matthäus zu berichten wissen, macht das Ganze nicht glaubwürdiger, sie behaupten nämlich, Maria sei auch nach der Geburt Jungfrau geblieben. Toll nicht? Nicht dass es keine jungfräulichen Geburten geben würde, nein dem ist nicht so, das gibt es, die sogenannte Parthenogenese, nur eben nicht beim Menschen. Parthenogenese gibt es bei diversen niederen Tieren, Krebsarten, Blattläuse, Bienen, Wespen, Wasserflöhe, aber auch höhere Tier, wie bei Fischen, zu erwähnen der Hammerhai, aber auch bei Echsen kommt sie vor. So bei Waranen, Rennechsen, Schmetterlingsagamen (Leiolepis) oder Geckos, z. B. die passenderweise so geheissenen Jungferngeckos (Lepidodactylus lugubris und Hemiphyllodactylus typus) sowie weitere etwa acht Arten. Auch unter, Leguanen, Chamäleons und Mikroteiiden (kleinere Echsenarten) sind parthenogenetische Formen bekannt, um hier nur einige zu nennen. Befassen wir uns nun mit dem Jesus, wie er im neuen Testament beschrieben wird. Er unterscheidet sich ohne Zweifel vom alttestamentarischen Gott, diesen haben wir nur als cholerischen, despotischen, gewalttätigen, gnadenlosen und herrschsüchtigen, blutrünstigen Gott kennen gelernt. Wie schaut es dann mit seinem Sohn, dem Protagonisten aus der Bibel, dem Jesus von Nazareth aus? Mit diesem Jesus fliesst deutlich weniger Blut, die unentwegten Schlachten sind Geschichte. So ist der despotische und gewalttätige, cholerische Jahwe von einer Figur abgelöst worden, der Kranke heilt, Blinde sehend macht und Lahme vom Krückstock befreit. Nicht, dass er das gekonnt hätte, aber der Versuch, mehr Menschlichkeit in die heilige Schrift zu bringen, ist damit gelungen. Nicht nur Leben vernichten, sondern auch Leben zu erhalten, ist ein grosser Fortschritt. Die Steinigung der Ehebrecherin vom Alten Testament hin zu der Vergebung im Neuen Testament ist doch ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung. Somit können wir mit Freude feststellen, es ist alles im grünen Bereich und wir haben eine Religion der Freude, der Vergebung und der Toleranz. So ist es leider nicht. Dieser barmherzige Jesus, der auffordert, auch die andere Backe hin zu halten, der aufruft, den Nächsten wie sich selbst zu lieben, dieser Jesus ist eine Täuschung. Im heutigen Sprachgebrauch ist die Frage zu stellen: ist das drin, was vorne drauf steht. Diese Frage müssen wir verneinen. Dieser Jesus, wie er uns gerne von den christlichen Gläubigen verkauft und angepriesen wird, ist eine Fälschung. Leider bleibt einmal mehr die Erkenntnis, es ist zu schön um wahr zu sein. Die Dichotomie lässt auch diesen Jesus nicht los, die Aufteilung von Schwarz und Weiss, von Gut und Böse ist fester Bestandteil, auch des neuen Testaments. Hier ist bereits die Inhumanität unübersehbar, das anders sein, gilt als schlecht, ja kann ein Verbrechen sein, das dringend ausgemerzt werden muss. Die Ungläubigen finden einmal mehr nur den Weg in die Hölle und ewige Verdammnis.
So geht es in seiner Endzeitrede gleich wieder ans Eingemachte, im

Matthäus 25,31 lesen wir;
Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen; und vor ihm werden versammelt werden alle Nationen, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur
Linken. Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an! Denn mich hungerte, und ihr gabt mir zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir zu trinken; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich auf; nackt, und ihr bekleidetet mich; ich war krank, und ihr besuchtet mich; ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir. Dann werden die Gerechten ihm antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig und speisten dich? Oder durstig und gaben dir zu trinken? Wann aber sahen wir dich als Fremdling und nahmen dich auf? Oder nackt und bekleideten dich? Wann aber sahen wir dich krank oder im Gefängnis und kamen zu dir? Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan. Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte,
in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn mich hungerte, und ihr gabt mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir nicht zu trinken; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht; krank und im Gefängnis, und ihr besuchtet mich nicht. Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben.

Rache, Einschüchterung und Verdammnis bleiben uns auch im neuen Testament erhalten. Die Drohungen, wer sich nicht dem neuen Gott unterwirft, der wird mit dem Fegfeuer bestraft. Gröber wird es aber zweifellos in den Offenbarungen, hier tropft, nein fliesst das Blut wieder. Hier nur ein, zwei Beispiele (Im Kapitel Bibelverse, gibt es noch mehr Muster) In der:

Offenbarung Kapitel 19, Vers 17 lesen wir;
Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er mit ihm die Nationen schlage; und er wird sie hüten mit eisernem Stab, und er tritt die Kelter des Weines des Grimmes des Zornes Gottes, des Allmächtigen. Und er trägt auf seinem Gewand und an seiner Hüfte einen Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren. Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit lauter Stimme und sprach zu allen Vögeln, die hoch oben am Himmel fliegen: Kommt her, versammelt euch zum großen Mahl Gottes, damit ihr Fleisch von Königen fresst und Fleisch von Obersten und Fleisch von Mächtigen und Fleisch von Pferden und von denen, die darauf sitzen, und Fleisch von allen, sowohl von Freien als auch von  Sklaven, sowohl von Kleinen als auch Grossen! Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Truppen versammelt, um mit dem, der auf dem Pferd saß, und mit seinen Truppen Krieg zu führen. Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet — der mit ihm war und die Zeichen vor ihm tat, durch die er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und sein Bild anbeteten —, lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.
Und die Übrigen wurden getötet mit dem Schwert, das aus dem Mund dessen hervorging, der auf dem Pferd saß; und alle Vögel wurden von ihrem Fleisch gesättigt.

Da bleibt nicht mehr allzu viel von Güte und Gnade. Im Kapitel dieses Buches über das Alte und das Neue Testament gehe ich näher auf diese Ungeheuerlichkeiten ein. Hier wollen wir uns der Person Jesus, wie er in der Bibel beschrieben ist, mit seinem Wirken und seinen Taten befassen.

Die Begründungslast liegt bei demjenigen, der die strittige These behauptet, nicht bei demjenigen, der sie bezweifelt.
Malte Ecker deutscher Philosoph

Wir können von all seinem Tun rein gar nichts wissen, wir können es nur glauben. Betrachten wir die Geschichte des in der Bibel beschriebenen Jesus so, als hätte er so wie beschrieben gelebt. Wundern sie sich somit nicht, wenn die nachfolgenden Sätze so geschrieben sind, als würden die Geschichten über Jesus den Tatsachen entsprechen. Lassen wir uns staunend von seinen beschriebenen Taten begeistert applaudieren. Beginnen wir mit der Speisung der fünftausend, wie im Johannesevangelium Kap. 6, Verse 1-15 beschrieben, gleich anschliessend im

Matthäus Kapitel 14 Vers 26:
Als die Jünger ihn auf dem Wasser gehen sahen, erschraken sie und sagten: »Ein Gespenst!«, und schrien vor Angst.
Sofort sprach Jesus sie an: »Fasst Mut! Ich bin's, fürchtet euch nicht!«

Jesus der über das Wasser geht, auch hier können wir einen Blick ins Tierreich wagen, über das Wasser zu laufen ist tatsächlich möglich. Der Basilicus, eine Leguanart aus Mittel- und Südamerika, die kann das, sie wird von den Einheimischen darum auch Jesusechse genannt. Der Basilicus schafft es über eine recht lange Distanzen über das Wasser zu rennen. Er rennt dabei so schnell, dass die Oberflächenspannung des Wassers genügt, ihn nicht einsinken zu lassen. Weiter wechseln wir vom Wasser zum Wein, im Johannes Kapitel 2 wandelt Jesus Wasser zu Wein. Da bleibt nur ein herzliches „Prost“! Heilungen waren ein zentrales Thema, auch heute erwarten viele postum von Jesus geheilt zu werden. Lourdes lässt grüssen und dank Placebo gelingt es sogar ab und zu. Lesen wir zu diesem Thema im

Johannes  Kapitel 5, 1:
Darnach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem. Es ist aber zu Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der heißt auf hebräisch Bethesda und hat fünf Hallen, in welchem lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Verdorrte, die warteten, wann sich das Wasser bewegte. (Denn ein Engel fuhr herab zu seiner Zeit in den Teich und bewegte das Wasser.) Welcher nun zuerst, nachdem das Wasser bewegt war, hineinstieg, der ward gesund, mit welcherlei Seuche er behaftet war Es war aber ein Mensch daselbst, achtunddreißig Jahre lang krank gelegen.Da Jesus ihn liegen sah und vernahm, daß er so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: HERR, ich habe keinen Menschen, wenn das Wasser sich bewegt, der mich in den Teich lasse; und wenn ich komme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bett und gehe hin! Und alsbald ward der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. Es war aber desselben Tages der Sabbat. Da sprachen die Juden zu dem, der geheilt worden war: Es ist heute Sabbat; es ziemt dir nicht, das Bett zu tragen. Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sprach zu mir: “Nimm dein Bett und gehe hin!” Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: “Nimm dein Bett und gehe hin!”? Der aber geheilt worden war, wußte nicht, wer es war; denn Jesus war gewichen, da so viel Volks an dem Ort war.Darnach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe zu, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, daß dir nicht etwas Ärgeres widerfahre. Der Mensch ging hin und verkündete es den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe. Darum verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten, daß er solches getan hatte am Sabbat.

Interessant, in diversen Kapiteln wird von den Juden geschrieben, die sich gegen Jesus stellten, ja in töten wollten, nur: Jesus wäre ja in jedem Fall auch ein Jude.  Das Neue Testament kann in verschiedenen Kapiteln als antisemitisch bezeichnet werden, und gewisse Kreise werden nicht müde, den Juden die Schuld an der Hinrichtung Jesus zu geben. Was, wenn es stattgefunden hätte? Ein völliger Unsinn ist, Jesus währe selber Jude gewesen. Für die Verurteilung zeichnete der römische Präfekt Pontius Pilatus. Wie sehen Gläubige von heute, Jesus? Lesen wir dazu einen Ausschnitt von der Webseite

www.confessingchurch.wordpress.com
Jesus, was ist eigentlich das Faszinierendste an der Person Jesu?
Antwort: Dass er ein Mensch war. Selbstverständlich war Jesus Mensch und Gott gleichzeitig. Er hatte eine menschliche Natur und eine göttliche Natur. Sein Menschsein war aber so vollkommen, dass man Jesus auch nur Mensch nennen darf. Ich will damit sagen, dass Jesu Menschsein durch Jesu Gottsein keinesfalls beeinträchtigt oder geschmälert wurde. Es war auch so, dass er nicht nur ein Scheinmensch war, nein, er war wirklich voll und ganz Mensch. Das mit dem Verstand kaum Fassbare ist, dass Jesus zwei Willen hatte, einen göttlichen und einen menschlichen (die Byzantinische Kirche hat das durch ein Konzil als Dogma festgelegt). Besonders deutlich wird Jesu freier, menschlicher Wille durch die Schilderung der Agonie im Garten Gethsemane in den Evangelien.

Wie geht das nun genau? Der Fisch ist zugleich Vogel und Rentier, oder wie soll das verstanden werden. Was wissen die Zeugen Jehovas über Jesus zu berichten? Lesen wir auf ihrer Webseite folgenden Text;

Ja. Wir glauben an Jesus, der sagte: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich“. Wir sind der Überzeugung, dass Jesus ursprünglich im Himmel lebte, dann auf der Erde als Mensch geboren wurde und sein vollkommenes Leben als Lösegeld gab. Durch seinen Tod und seine Auferstehung ist für alle, die an ihn glauben, der Weg zu ewigem Leben offen. Wir sind auch fest davon überzeugt, dass Jesus jetzt eine Königsposition innehat im Reich Gottes — eine Regierung mit Sitz im Himmel, die in Kürze auf der ganzen Erde für Frieden sorgen wird. Wir nehmen aber auch ernst, was Jesus an anderer Stelle sagte: „Der Vater ist größer als ich“. Damit machte er klar, dass er nicht der allmächtige Gott ist. Aus diesem Grund beten wir Jesus nicht an.
confessingchurch.wordpress

Der grosse Vorteil einer Fantasiegeschichte, jeder kann seine Fantasie ausleben wie es ihm gerade gefällt.
Der Bruderverein hält sich mindestens auf ihrer Webseite an eine kürzere Version, da steht:

Unser Anliegen ist, Jesus Christus im praktischen Leben ähnlicher zu werden, indem wir auf ihn hören und uns von ihm belehren lassen. Das Wort Gottes ist die Grund-lage, nach der wir uns ausrichten an Gott den Sohn, Jesus Christus - an seine Menschwerdung, sein sündloses Leben, sein Leiden,
seinen stellvertretenden Kreuzestod, seine Auferstehung und seine Himmelfahrt.

Beim ICF nimmt man Jesus wie folgt war:
Eines kann man Jesus sicher nicht vorwerfen: Er sei langweilig und angepasst gewesen. Er hat kein Schmalspurleben gelebt, sondern ein volles, prickelndes, spannendes, ganzheitliches Leben. Ein Leben mit Ecken und Kanten. Ein Leben, wie es der Schöpfer des Lebens gewollt hat. In der Serie «JESUS…» wollen wir Jesus neu entdecken und verstehen, wer ER wirklich ist.

Herr Leo Bigger, seines Zeichens Gründer und Oberguru des ICF, findet für fast alle Protagonisten der heiligen Erzählungen nur gute Worte. Das gilt nicht nur für Jesus, sondern er findet genauso schwärmerische Worte für Luther wie auch für Mutter Theresa. Wahrheit ist nicht gefragt in diesen Kreisen, eher markige Vorbilder, eben wie Jesus oder Mutter Theresa und Luther. Darüber nachzudenken, ob das verkündete Wahrheit sein könnte oder nur Märchen vergangener Tage braucht eben Denkleistung.

Wie schrieb schon Hans Daiber, deutscher Orientalist:
Die Gläubigen sind selten Denker und die Denker selten gläubig.

Auf n-tv wurde heute (Juni 2013) eine „Wissenschaftliche“ Sendung zu Jesu-Geburt ausgestrahlt. Sie konnte auf Grund archäologischer Funde und textlicher Überlieferung sehr viele Details über seine Geburt aufzeigen. Die Bilder sind so gut und detailliert, als wäre die Kamera dabei gewesen und hätte das ganz in HD-Qualität gefilmt. Sie konnte die ersten Tage Jesus zusammen mit Maria genauestens aufzeigen, sehr sachlich und „ohne Zweifel wahr“, denn schliesslich wurde es im Fernsehen auf Grund einer wissenschaftlichen Forschung ausgestrahlt.
Ergebnisse aus wissenschaftlicher Forschung, wie sie fast täglich in US-Wissenschaftsküchen zubereitet und uns als volle Wahrheit vorgesetzt werde.

Lasst uns hoffen, dass es nicht wahr ist, aber falls doch, lasst uns beten, dass es nicht allgemein bekannt wird.
Ehefrau des Bischofs von Worcester über Darwins These

Fazit:

Ob zu dieser Zeit in dieser Gegend, ein Jesus von Nazareth lebte, kann weder schlüssig mit ja beantwortet werden,ebenso wenig mit einem Nein.  Was mit Sicherheit gesagt werden kann, ein Jesus wie ihn die  Bibel beschreibt, der über das Wasser gehen kann, der Wunder vollbrachte,
der heilte in einem sonst unüblichen Masse. den gab es nie, der lebte zu keiner Zeit.  Den historischen Beweis, dass er so wie in der Bibel beschrieben lebte, erbringt nur die Bibel und diese geniesst keinerlei Anspruch auf Historizit.

Die Geschichte "Jesus" ist ein Kapitel aus meinem Buch "Die Bibel -  für Jugentliche ungeeignet"